In der (per Videokonferenz abgehaltenen) Sitzung des Pfarrgemeinderats am 14.04.2021 wurde auch die „Aktion Regenbogenflagge“ bzw. der Umgang hiermit thematisiert. Der Vorstand des Pfarrgemeinderats gab hierzu folgende Stellungnahme ab:
Statement des PGR-Vorstands zur "Aktion Regenbogenflagge"
27.04.2021 |
"Die „Aktion Regenbogenflagge“ einiger Minis sowie der Umgang hiermit hat in unserer Seelsorgeeinheit und darüber hinaus zahlreiche Diskussionen ausgelöst. Dabei zeigen sich leider teilweise auch verhärtete Fronten und persönliche Zuspitzungen.
Die inhaltlich zugrunde liegende Frage einer liturgischen Segnung homosexueller Partnerschaften ist komplex und wird innerhalb der Kirche – insb. in Deutschland – unterschiedlich gesehen. Wir begrüßen sehr, dass Pfarrer Lourdu und die Minis hierüber miteinander ins Gespräch kommen möchten.
Wir müssen alle miteinander damit leben, dass es in unserer Kirche und unter uns zu dieser Frage – wie auch zu anderen Fragen – unterschiedliche Auffassungen gibt. Wichtig ist vor allem, wie wir damit umgehen. Wir sollten akzeptieren, dass es diese unterschiedlichen Auffassungen gibt und einander mit Respekt und Toleranz begegnen.
Statt unangekündigter anonymer Aktionen sollte daher das direkte und persönliche Gespräch miteinander gesucht werden. Wie wir leider in den vergangenen Wochen erleben mussten, entstehen sonst schnell sehr unsachliche und auf persönliche Angriffe ausgerichtete „Diskussionen“ vor allem in sozialen Netzwerken, die zu Diskreditierungen einzelner Personen, insb. von Pfarrer Lourdu, geführt haben.
Ebenso sollten wir es unterlassen, Personen, die in solchen komplexen Fragen anderer Ansicht sind als wir selbst, einen Kirchenaustritt nahezulegen, wie dies zum Teil in den Diskussionen nach der Aktion geschehen ist. Unser Wunsch ist, dass wir – wo es unterschiedliche Überzeugungen gibt – uns diese respektvoll sagen und gleichzeitig in einer Kirche bleiben können. Das ist „katholisch“, also „allumfassend“ im besten Sinn."



